Wohnraum für Familien: Ein essenzieller Standortfaktor

Der Wohnraum für Familien in Ilmenau wird knapp. Bestimmte Wohnungsgrößen sind in der Innenstadt quasi nicht mehr mietbar. Das zwingt Familien zum Umzug in die nähere Umgebung, teilweise in andere Gemeinden.

Nach Anfrage von mehreren jungen Familien bei uns zum Thema “Wohnen für Familien” haben wir bei sechs lokalen Immobilienmaklern recherchiert. Am Ende der Recherche stand der Fakt, dass bestimmte Wohnungsgrößen – speziell Wohnungen ab einer Größe von 4-Räumen – in Ilmenaus Innenstadt nahezu nicht mehr verfügbar sind. Das ist gefährlich für eine Stadt wie Ilmenau, die dem demografischen Wandel widerstehen will. Selbstverständlich besteht genau bei den genannten Wohnungsgrößen eine gewisse Konkurrenz, da diese für Wohngemeinschaften von Studierenden besonders geeignet sind.

Nun hören wir immer mehr von Familien, die Ilmenau wegen dieser Probleme den Rücken kehren. Das ist schade, gerade wo sich im Moment mehr und mehr Unternehmen um Umfeld der Universität ansiedeln, die Arbeitsplätze für Hochqualifizierte schaffen. Neben einem guten Arbeitsplatz ist aber ein passendes Wohnumfeld essenziell, um junge Familien in Ilmenau zu halten.

Die Wohnraumproblematik generell ist ja in Ilmenau kein neues Thema. Die Stadt sowie Investoren arbeiten bereits konstruktiv zusammen, um dem entgegen zu wirken. Die aktuellen Schwerpunkte liegen jedoch vor allem beim studentischen und barrierefreien Wohnen, wie sich in den letzten Jahren zeigte. Gut möglich, dass daraus resultierend Wohnraum für Familien verfügbar wird. Das steht und fällt jedoch beispielsweise mit der Annahme der neuen Wohnmöglichkeiten in Campusnähe und mit der Entwicklung der Studierendenzahlen.

Schlussendlich müssen wir in Ilmenau aufpassen, dass wir eine wichtige Zielgruppe zwischen Studierenden, Häuslebauern und Senioren nicht verprellen: Junge und wachsende Familien. Es gibt viele davon in Ilmenau, die sich eben noch kein eigenes Haus bauen können oder möchten, aber dennoch auf Wohnraum angewiesen sind. Daher ist es wichtig, gerade diesen Familien eine Perspektive in der Stadt Ilmenau zu bieten.

Wir werden daher private Investoren, aber auch die Stadt als rahmengebende Struktur daran erinnern, dass junge Familien nicht aus dem Auge verloren werden dürfen. Neben den rein finanziellen und demografischen Nachteilen, die mit dem Wegziehen einer jungen Familie verbunden sind, erhöht sich unter Umständen noch das Verkehrsaufkommen, weil diese Familien dann nach Ilmenau an ihre Arbeitsstätten pendeln müssen, wenn sie denn in der Nähe wohnen bleiben. Wir wollen und müssen die jungen Familien unbedingt in Ilmenau behalten und dürfen sie nicht an die Gemeinden im Umland, wie Langewiesen, Wolfsberg oder Geratal verlieren, nur weil sie in Ilmenau keine Wohnung finden. Dann haben wir eine gute Chance die demografische Entwicklung positiv zu beeinflussen.

[Update 1]

Unser Stammtisch am 31.1., um 19 Uhr im Piano steht unter dem Thema “Wohnraum in Ilmenau”. Wer also gute oder schlechte Erfahrungen zum Thema beitragen kann, ist besonders herzlich eingeladen.

2 Kommentare zu “Wohnraum für Familien: Ein essenzieller Standortfaktor”

  1. Chris sagt:

    Genau aus diesem Grund suchen wir auch gerade eine Wohnung in Erfurt. In Ilmenau sind einfach keine bezahlbaren Wohnungen für junge Familien mehr zu finden (wenn überhaupt mal eine Wohnung frei ist…)

  2. Daniel sagt:

    Hallo Chris,

    falls du am Dienstag Zeit hast, schau doch mal im Piano vorbei. Mich würden ein paar Details interessieren. So ab 19.30 Uhr dürfte ich dazu stoßen.

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