Das Terminal B – als zweites großes Bürogebäude am Ilmenauer Bahnhof – wird nun von der IWG gebaut. Die Entwicklung war absehbar und vor dem Stadtrat am Donnerstag hat auch der Aufsichtsrat der IWG für das Vorhaben gestimmt. Auch wenn die Entscheidung nun so gefallen ist, wie sie gefallen ist, war das Thema bekanntermaßen nicht ohne eine breite (...weiterlesen)]]>
Das Terminal B – als zweites großes Bürogebäude am Ilmenauer Bahnhof – wird nun von der IWG gebaut. Die Entwicklung war absehbar und vor dem Stadtrat am Donnerstag hat auch der Aufsichtsrat der IWG für das Vorhaben gestimmt. Auch wenn die Entscheidung nun so gefallen ist, wie sie gefallen ist, war das Thema bekanntermaßen nicht ohne eine breite Diskussion zu bearbeiten. Sowohl im Aufsichtsrat als auch im Stadtrat gab es erneut kritische Stimmen. Das Abstimmungsergebnis war mit sieben Gegenstimmen am Ende alles andere als eindeutig bei einem solchen Projekt.
Ich kann die Argumente der Gegner nachvollziehen. Nach wie vor herrscht mangelnde Transparenz bezüglich des Hauptmieters im neuen Bürogebäude. Der Oberbürgermeister verweigerte im Stadtrat nach Anfrage erneut die Nennung des Unternehmens. Auch die Frage der Wirtschaftlichkeit muss man sich bei der Durchführung eines solchen Projektes stellen lassen. Dass die IWG das Projekt stemmen kann, wurde mir erst recht kurz vor der Sitzung am Donnerstag klar. Ob der Hauptmieter das Gebäude lange genug nutzt, dass es sich amortisiert, bleibt fraglich. Ich persönlich denke aber nicht, dass es Probleme bei der Suche nach Mietern geben sollte. Generell hatte ich schon mehrfach gesagt, dass ich die Gegend am Bahnhof für ein solches (und weitere) Gebäude für mehr als geeignet halte. Genau an dieser Nahtstelle wächst die Innenstadt mit dem Campus zusammen.
Selbstverständlich ist die IWG ein 100%iges Tochterunternehmen der Stadt Ilmenau, dennoch halte ich den Unterschied zwischen der Stadt und der IWG als Bauherr für sehr groß. Die IWG hat bereits hinreichend Erfahrung im Bau, Unterhalt und in der Vermietung von Immobilien auch gewerblicher Art. Dieses Know-How hat die Stadt nur bedingt und es ist nach wie vor nicht ihre Aufgabe. Ein Wermutstropfen ist, dass circa 450.000€ der Planungs- und Beräumungskosten im Stadthaushalt verbleiben. In jedem Fall hat die Verschiebung des Projekts Terminal B zur IWG den Weg für die Sanierung des Sport- und Freizeitgeländes am Hammergrund frei gemacht. Das ist wichtig für unsere Ilmenauerinnen und Ilmenauer, denn von einem solchen Gelände profitieren wir alle direkt.
Damit ist es auch an der Zeit, unsere Umfrage zu beenden, die mehrheitlich zum gleichen Ergebnis wie die aktuelle Sachlage gekommen ist. Meiner Meinung nach hätten wir das auch schon im Dezember so haben können. Aber da waren der Oberbürgermeister und die Mehrheit des Stadtrats im Gegensatz zu jetzt noch der Meinung, dass der Bau von Bürogebäuden eine dedizierte Aufgabe der Stadt sei.
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